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BAFA-Förderung, Zuschüsse für klimafreundliches Heizen
Bis zu 70 % Förderung für den Umstieg auf eine Pelletheizung, so nutzen Sie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) richtig.
Definition
BAFA-Förderung, Staatliche Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die den Einbau klimafreundlicher Heizsysteme wie Pelletheizungen mit 30 bis 70 % der Investitionskosten bezuschussen.
Inhaltsverzeichnis
Was ist die BAFA-Förderung?
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die staatlichen Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Im Bereich Heizung ist die wichtigste Maßnahme die Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen (BEG EM).
Seit 2024 werden die Anträge für den Heizungstausch über die KfW abgewickelt (Programm KfW 458), während das BAFA weiterhin für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik zuständig ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dennoch häufig von der „BAFA-Förderung" gesprochen.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Überblick
Die BEG bündelt seit 2021 mehrere ältere Förderprogramme in einem einheitlichen Rahmen. Für Heizungstausch-Projekte gelten folgende Eckdaten:
- Förderfähige Systeme: Wärmepumpen, Biomasseheizungen (Pelletheizungen, Hackschnitzel), Solarthermie, Brennstoffzellen, Wasserstoffheizungen und Anschluss an Wärmenetze.
- Förderfähige Kosten: Maximal 30.000 € für die erste Wohneinheit, zusätzlich 15.000 € für die zweite bis sechste und 8.000 € ab der siebten Einheit.
- Kumulierbar: Die BEG-Förderung kann mit bestimmten Landes- und Kommunalprogrammen kombiniert werden.
Fördersätze 2026: 30 bis 70 Prozent
Die Gesamtförderung setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
| Baustein | Fördersatz | Bedingung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Für alle förderfähigen Heizungen |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | Austausch fossiler Heizung (Öl, Gas, Kohle, Nachtspeicher) |
| Einkommensbonus | 30 % | Haushaltseinkommen bis 40.000 € brutto/Jahr |
| Effizienzbonus (Wärmepumpe) | 5 % | Nur für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel |
| Maximale Förderung | 70 % | Deckelung (Effizienzbonus entfällt bei Biomasse) |
💡 Tipp
Für eine Pelletheizung sind realistisch 30 bis 50 % Förderung möglich (Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus). Der Effizienzbonus gilt nur für Wärmepumpen, nicht für Biomassekessel.
KfW 458, Heizungsförderung beantragen
Seit 2024 läuft die Antragsstellung für den Heizungstausch über das KfW-Programm 458. Der Ablauf im Überblick:
- Energieberater einschalten (optional, aber empfohlen), erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP).
- Angebot einholen, vom Heizungsbauer ein verbindliches Angebot für die neue Anlage.
- Antrag online stellen, über das KfW-Kundenportal „Meine KfW".
- Zuwendungsbescheid abwarten, erst danach den Auftrag erteilen.
- Einbau durchführen und Rechnungen einreichen.
- Zuschuss erhalten, Auszahlung direkt auf Ihr Konto.
Alternativ kann seit Ende 2024 ein Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit vergünstigtem Zinssatz beantragt werden, um die verbleibenden Kosten zu finanzieren.
Pelletheizung: Besonderheiten bei der Förderung
Biomasseheizungen wie Pelletkessel und Pelletöfen (wasserführend) sind grundsätzlich förderfähig, müssen aber einen Feinstaubfilter eingebaut haben oder die Emissionsgrenzwerte von 2,5 mg/m³ nachweislich einhalten. Zusätzlich gelten folgende Voraussetzungen:
- Anlage muss auf der BAFA-Liste förderfähiger Biomasseheizungen gelistet sein.
- Raumheizungseffizienz muss die EU-Anforderungen erfüllen.
- Hydraulischer Abgleich nach Einbau ist Pflicht.
- Pufferspeicher wird empfohlen und ist bei einigen Kesseln Pflicht.
Die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage ist möglich und erhöht die förderfähigen Kosten.
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