DINplus, das deutsche Qualitätssiegel für Pellets
Was DINplus bedeutet, welche Grenzwerte gelten und wie es sich von ENplus unterscheidet.
Definition
DINplus, ein deutsches Qualitätszertifikat für Holzpellets, vergeben von DIN CERTCO. Es stellt teils strengere Grenzwerte als ENplus A1 und garantiert gleichbleibend hohe Brennstoffqualität.
Inhaltsverzeichnis
Was ist DINplus?
DINplus ist ein Qualitätszeichen für Holzpellets, das von der deutschen Zertifizierungsstelle DIN CERTCO vergeben wird. Es bescheinigt, dass die Pellets strenge physikalische und chemische Anforderungen erfüllen, vom Heizwert über den Aschegehalt bis zur mechanischen Festigkeit.
Das Zertifikat richtet sich an Hersteller, die ihre Pelletqualität durch eine unabhängige Prüfstelle nachweisen wollen. Für dich als Verbraucher bedeutet DINplus: Du bekommst Pellets, die sauber verbrennen, wenig Asche hinterlassen und deinen Ofen oder deine Heizung schonen.
DIN CERTCO ist eine Tochter des TÜV Rheinland und der DIN-Gruppe. Das Zertifikat genießt hohes Vertrauen in Deutschland und wird von vielen Heizungsherstellern ausdrücklich empfohlen.
Prüfkriterien und Grenzwerte
Um das DINplus-Zeichen zu erhalten, müssen Holzpellets eine Reihe von Laborprüfungen bestehen. Die wichtigsten Grenzwerte im Überblick:
- Heizwert: mindestens 4,6 kWh/kg (16,5 MJ/kg), damit ist eine hohe Energieausbeute garantiert.
- Aschegehalt: maximal 0,7 %, weniger Asche bedeutet weniger Reinigungsaufwand.
- Feuchtigkeit: maximal 10 %, trockene Pellets verbrennen effizienter und schonen den Brennraum.
- Mechanische Festigkeit (Abrieb): maximal 2,3 %, stabile Pellets zerbröseln nicht im Lager oder bei der Förderung.
- Feinanteil: maximal 1 %, weniger Staub heißt sauberere Verbrennung und weniger Verschleiß.
- Durchmesser: 6 mm (±1 mm), genormt für alle handelsüblichen Pelletöfen und -heizungen.
- Länge: 3,15 bis 40 mm, optimal für die automatische Zuführung.
Achte beim Pellets kaufen nicht nur auf das Zertifikat, sondern auch auf die Lieferkette. DINplus prüft den Hersteller, aber unsachgemäßer Transport oder feuchte Lagerung kann die Qualität trotzdem mindern.
DINplus vs. ENplus A1, der Vergleich
DINplus und ENplus A1 sind die beiden wichtigsten Qualitätssiegel für Holzpellets in Deutschland. Beide basieren auf der europäischen Norm EN ISO 17225-2, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
| Kriterium | DINplus | ENplus A1 |
|---|---|---|
| Vergabestelle | DIN CERTCO (Deutschland) | EPC (europäisch) |
| Heizwert | ≥ 4,6 kWh/kg | ≥ 4,6 kWh/kg |
| Aschegehalt | ≤ 0,7 % | ≤ 0,7 % |
| Feuchtigkeit | ≤ 10 % | ≤ 10 % |
| Abrieb | ≤ 2,3 % | ≤ 2,3 % |
| Feinanteil | ≤ 1,0 % | ≤ 1,0 % |
| Lieferkette geprüft | Nein (nur Hersteller) | Ja (Hersteller + Händler) |
| Gültigkeit | Deutschland / international | Europaweit |
Der größte Unterschied liegt nicht in den Grenzwerten, sondern im Prüfumfang: ENplus A1 zertifiziert die gesamte Lieferkette vom Hersteller bis zum Händler. DINplus prüft dagegen nur die Produktion. Beide Siegel garantieren erstklassige Pelletqualität.
In der Praxis erfüllen die meisten hochwertigen Pellets beide Normen gleichzeitig. Viele Hersteller lassen sich sowohl nach DINplus als auch nach ENplus A1 zertifizieren, um beide Märkte abzudecken.
Geschichte der DINplus-Zertifizierung
DINplus für Holzpellets gibt es seit 2002. Damals basierte die Zertifizierung auf der deutschen Vornorm DIN 51731. Diese Norm legte erstmals verbindliche Qualitätskriterien für Presslinge aus naturbelassenem Holz fest, ein Meilenstein für den damals noch jungen Pelletmarkt.
Mit der Einführung der europäischen Norm EN 14961-2 (später EN ISO 17225-2) wurde DINplus an die internationalen Standards angepasst. Die heutige Version deckt dieselbe Normbasis ab wie ENplus, behält aber das bewährte DIN-Prüfsystem bei. Für deutsche Verbraucher ist DINplus deshalb ein besonders vertrautes Zeichen.
Wenn du einen neuen Pelletofen oder eine Pelletheizung kaufst, schau in die Bedienungsanleitung: Die meisten Hersteller empfehlen explizit DINplus- oder ENplus-A1-Pellets. Mit zertifizierter Ware bist du auf der sicheren Seite, auch für die Garantie.
Warum DINplus für Verbraucher wichtig ist
Billige Pellets ohne Zertifizierung können mehr Asche hinterlassen, den Ofen schneller verschleißen und einen niedrigeren Heizwert liefern. Mit DINplus-Pellets vermeidest du diese Probleme:
- Weniger Asche: Der niedrige Aschegehalt (≤ 0,7 %) bedeutet weniger Reinigung und weniger Verschlackung im Brennraum.
- Hoher Heizwert: Mindestens 4,6 kWh/kg sorgen für maximale Wärmeausbeute pro Kilogramm.
- Geringe Restfeuchte: Unter 10 % Feuchtigkeit, das schützt den Brennraum und sorgt für eine saubere Verbrennung.
- Garantieschutz: Viele Heizungshersteller setzen zertifizierte Pellets für die Garantie voraus.
Auch bei der Lagerung spielt Qualität eine Rolle: DINplus-Pellets haben einen geringen Feinanteil, was die Staubentwicklung im Pelletlager reduziert. Das ist gut für die Technik und für die Luft im Keller.
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Was ist besser, DINplus oder ENplus A1?
Beide Siegel garantieren erstklassige Pelletqualität auf Basis derselben europäischen Norm. Der Hauptunterschied: ENplus A1 zertifiziert auch die Lieferkette (Händler, Transport), DINplus konzentriert sich auf die Herstellung. In der Praxis sind Pellets mit einem der beiden Siegel gleichwertig, viele Hersteller tragen sogar beide Zertifikate.
Brauche ich DINplus-Pellets für meine Heizung?
Ja, die meisten Heizungshersteller empfehlen ausdrücklich DINplus- oder ENplus-A1-Pellets. Verwendest du minderwertige Pellets, riskierst du höheren Verschleiß, mehr Asche und im schlimmsten Fall den Verlust der Herstellergarantie. Zertifizierte Pellets sind also kein Luxus, sondern sinnvoller Schutz für deine Anlage. Wenn du hochwertige Pellets kaufen willst, achte auf eines der beiden Siegel.
Wer vergibt das DINplus-Zertifikat?
DIN CERTCO, eine Tochtergesellschaft des TÜV Rheinland und der DIN-Gruppe mit Sitz in Berlin. Die Prüfung erfolgt durch unabhängige Labore. Hersteller müssen regelmäßige Kontrollprüfungen bestehen, um das Zertifikat zu behalten.
Sind DINplus-Pellets teurer?
Zertifizierte Pellets kosten geringfügig mehr als No-Name-Ware, typischerweise 5 bis 15 Euro pro Tonne Aufpreis. Dieser Mehrpreis rechnet sich aber schnell: weniger Ascheentsorgung, weniger Wartung, besserer Heizwert und längere Lebensdauer deiner Heizung. Unterm Strich sparst du mit Qualitätspellets sogar Geld.
Verwandte Begriffe
Europäisches Qualitätssiegel mit Lieferketten-Zertifizierung.
HolzpelletsGenormte Presslinge aus Sägespänen, der Brennstoff für Pelletöfen.
HeizwertDie Energiemenge, die beim Verbrennen eines Kilogramms Brennstoff frei wird.
RestfeuchteDer Wassergehalt in Pellets, entscheidend für Heizwert und Lagerfähigkeit.
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