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Kohlebriketts im Kaminofen verbrennen, Darf man das?
Kohlebriketts oder Holzbriketts? Wir klären, was im Kaminofen erlaubt ist, was verboten, und welcher Brennstoff wirklich zu deinem Ofen passt.
Die Frage kommt immer wieder: Darf man Kohlebriketts im Kaminofen verbrennen? Die kurze Antwort: In den allermeisten Fällen nein. Kohlebriketts sind für Kaminöfen weder zugelassen noch geeignet, und können sogar gefährlich werden.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, warum Kohlebriketts im Kaminofen nichts zu suchen haben, was die Bundesimmissionsschutzverordnung dazu sagt und welche Alternative wirklich zu deinem Ofen passt: Holzbriketts. Wir vergleichen beide Brennstoffe, erklären die Unterschiede und zeigen dir, wie du mit Holzbriketts sauber, effizient und legal heizt.
Dein Feuer. Deine Energie.
Inhalt dieses Ratgebers
1. Was sind Kohlebriketts, und warum sind sie so verbreitet?
Kohlebriketts, oft auch als Braunkohlenbriketts bezeichnet, sind gepresste Blöcke aus getrockneter und verdichteter Braunkohle. Sie werden seit über 100 Jahren in Deutschland hergestellt, vor allem im Rheinischen Revier und in der Lausitz. Ihr größter Vorteil: Sie brennen extrem lange und erzeugen über Stunden gleichmäßige Wärme.
In früheren Jahrzehnten waren Kohlebriketts ein Standardbrennstoff in deutschen Haushalten. Kohleöfen, Kachelöfen und Zentralheizungen wurden damit betrieben. Viele Eigenheimbesitzer kennen Kohlebriketts noch von früher, aus dem Keller der Großeltern oder aus der eigenen Kindheit.
Zusammensetzung und Brennverhalten
Kohlebriketts bestehen aus gemahlener Braunkohle, die unter hohem Druck in die typische Kissenform gepresst wird. Im Gegensatz zu Holzbrennstoffen enthalten sie einen hohen Anteil an Schwefel, Stickstoff und Schwermetallen. Beim Verbrennen entstehen entsprechend andere Abgase als bei Holz, darunter Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und deutlich mehr Feinstaub.
Der Heizwert von Kohlebriketts liegt bei etwa 5,0 bis 5,5 kWh pro Kilogramm. Das klingt zunächst beeindruckend, doch dieser Wert sagt wenig darüber aus, ob der Brennstoff für deinen Kaminofen geeignet ist. Denn die Eignung hängt nicht nur vom Heizwert ab, sondern vor allem von der Verbrennungstemperatur, den Abgasen und der Ofenkonstruktion.
Kohlebriketts und Holzbriketts sind trotz des ähnlichen Namens grundverschiedene Brennstoffe. Kohlebriketts bestehen aus fossiler Braunkohle. Holzbriketts bestehen aus gepresstem Holz (Sägemehl, Hobelspäne), also aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Verwechslung der beiden führt häufig zu Problemen.
2. Darf man Kohlebriketts im Kaminofen verbrennen?, Die rechtliche Lage
Die Antwort ist in den meisten Fällen eindeutig: Nein. Ob du Kohlebriketts in deinem Ofen verbrennen darfst, hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab: der Zulassung deines Ofens und den Vorgaben der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV).
Was sagt die BImSchV?
Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) regelt, welche Brennstoffe in Kleinfeuerungsanlagen, dazu gehören Kaminöfen, Kachelöfen und Herde, verbrannt werden dürfen. In § 3 der Verordnung sind die zugelassenen Brennstoffe aufgelistet. Dazu gehören unter anderem:
- Naturbelassenes Stückholz (Scheitholz, Hackschnitzel)
- Holzbriketts nach DIN EN ISO 17225-3
- Holzpellets nach DIN EN ISO 17225-2
- Braunkohlebriketts nach DIN 51731 (nur in dafür zugelassenen Öfen!)
Der entscheidende Punkt: Braunkohlebriketts sind zwar als Brennstoff prinzipiell erwähnt, aber sie dürfen nur in Öfen verbrannt werden, die ausdrücklich dafür zugelassen sind. Und genau hier liegt das Problem: Die allermeisten modernen Kaminöfen sind ausschließlich für Holzbrennstoffe zugelassen.
Schau auf das Typenschild deines Kaminofens. Dort steht, welche Brennstoffe zugelassen sind. Steht dort nur „Scheitholz" oder „Holz/Holzbriketts", dann darfst du keine Kohlebriketts verwenden, auch nicht „nur mal zum Testen". Bei Verstoß drohen Bußgelder und im Schadensfall erlischt der Versicherungsschutz.
Typenschild und Herstellerfreigabe
Jeder Kaminofen hat ein Typenschild, auf dem die zugelassenen Brennstoffe vermerkt sind. Moderne Kaminöfen, also praktisch alle Modelle, die in den letzten 15 bis 20 Jahren verkauft wurden, sind fast ausnahmslos nur für Holzbrennstoffe konstruiert und zugelassen. Das hat technische Gründe: Die Brennkammer, die Luftführung und die Abgasanlage sind auf die Verbrennung von Holz optimiert.
Wer trotzdem Kohlebriketts verbrennt, handelt nicht nur ordnungswidrig, sondern riskiert auch Schäden am Ofen. Denn Kohle verbrennt bei höheren Temperaturen und erzeugt andere Rückstände als Holz. Die Folge: Risse in der Brennkammer, beschädigte Schamottsteine und verformte Roste.
Was sagt der Schornsteinfeger?
Dein Bezirksschornsteinfeger prüft regelmäßig, ob deine Feuerstätte ordnungsgemäß betrieben wird. Dazu gehört auch die Prüfung der verwendeten Brennstoffe. Findet der Schornsteinfeger Rückstände von Kohleverbrennung in einem Ofen, der nur für Holz zugelassen ist, kann er die Stilllegung des Ofens anordnen. Außerdem muss er Verstöße an die zuständige Behörde melden. Das kann teuer werden.
Du bist unsicher, welche Brennstoffe dein Kaminofen verträgt? Frag deinen Bezirksschornsteinfeger. Er kennt dein Ofenmodell und kann dir genau sagen, was erlaubt ist. Diese Beratung ist in der Regel kostenlos und spart dir im Zweifelsfall viel Ärger.
3. Warum Kohlebriketts im Kaminofen gefährlich sind
Selbst wenn dein Kaminofen theoretisch für Kohle zugelassen wäre, es gibt handfeste Gründe, warum du darauf verzichten solltest. Kohlebriketts im Kaminofen verbrennen birgt Risiken, die viele Ofenbesitzer unterschätzen.
Schadstoffbelastung: Schwefeldioxid, Feinstaub und mehr
Braunkohle enthält von Natur aus Schwefel, Stickstoff und Spuren von Schwermetallen wie Quecksilber und Arsen. Beim Verbrennen werden diese Stoffe freigesetzt:
- Schwefeldioxid (SO2), reizt die Atemwege und trägt zur Versauerung von Böden und Gewässern bei. Kohlebriketts setzen ein Vielfaches der SO2-Menge frei, die bei Holzverbrennung entsteht.
- Feinstaub (PM2,5 und PM10), die unsichtbaren Partikel dringen tief in die Lunge ein und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.
- Stickoxide (NOx), bilden zusammen mit Sonnenlicht bodennahes Ozon und belasten die Luftqualität in der gesamten Nachbarschaft.
- Kohlenmonoxid (CO), bei unvollständiger Verbrennung in einem nicht dafür ausgelegten Ofen entsteht erhöht Kohlenmonoxid, ein geruch- und farbloses Giftgas.
Kohlenmonoxid-Vergiftung ist eine reale Gefahr. Wird Kohle in einem Ofen verbrannt, dessen Abgasführung nicht dafür ausgelegt ist, kann giftiges CO in den Wohnraum gelangen. Kohlenmonoxid ist geruchlos, Betroffene bemerken die Vergiftung oft erst, wenn es zu spät ist. Bei jedem Ofen mit Kohlebetrieb gehört ein CO-Melder in den Raum.
Zu hohe Verbrennungstemperaturen
Kohlebriketts erreichen beim Verbrennen deutlich höhere Temperaturen als Holz. Während Scheitholz bei etwa 300 bis 600 °C verbrennt, kann Kohle Temperaturen von über 1.000 °C entwickeln. Kaminöfen, die für Holz konstruiert sind, sind auf diese Belastung nicht ausgelegt. Die Folgen:
- Risse in der Brennkammer, die Schamottsteine können durch die Überhitzung platzen.
- Verformte Roste und Aschekasten, Metallteile verziehen sich bei Kohletemperaturen.
- Schäden am Schornstein, die höheren Abgastemperaturen können das Rauchrohr und den Schornstein überlasten.
- Brandgefahr, überhitzte Bauteile können brennbare Materialien in der Nähe des Ofens entzünden.
Asche und Rückstände
Kohle hinterlässt beim Verbrennen deutlich mehr Asche als Holz, und diese Asche ist anders zusammengesetzt. Kohleasche enthält Schwermetalle und darf nicht im Garten oder auf dem Kompost entsorgt werden. Sie muss als Restmüll behandelt werden. Holzasche dagegen ist in kleinen Mengen ein natürlicher Dünger.
Zusätzlich verursacht Kohle mehr Schlacke, harte, glasartige Rückstände, die sich in der Brennkammer festsetzen und nur schwer zu entfernen sind. Bei regelmäßiger Kohleverbrennung in einem Holzofen verkrustet die Brennkammer nach kurzer Zeit.
Kohlebriketts erzeugen pro Kilogramm etwa 3 bis 5 Mal mehr Asche als Holzbriketts. Während Holzbriketts einen Aschegehalt von unter 1 % haben, liegt er bei Kohlebriketts bei 3 bis 8 %. Das bedeutet mehr Reinigungsaufwand und häufigeres Entleeren des Aschekastens.
4. Kaminofen vs. Kohleofen, Der entscheidende Unterschied
Die Verwirrung entsteht oft, weil viele Menschen Kaminofen und Kohleofen verwechseln oder gleichsetzen. Dabei handelt es sich um grundlegend verschiedene Feuerstätten mit unterschiedlicher Konstruktion und Zulassung.
Der Kaminofen: Konstruiert für Holz
Ein moderner Kaminofen (auch Schwedenofen genannt) ist speziell für die Verbrennung von Scheitholz und Holzbriketts konstruiert. Seine Merkmale:
- Brennkammer mit Schamottauskleidung, optimiert für Holztemperaturen
- Sekundärluftführung für saubere Holzverbrennung
- Große Sichtscheibe für Flammenspiel
- Abgastemperaturen von 200 bis 350 °C
- Oft keine Rost-Feuerung, sondern Bodenverbrennung
Der Kohleofen: Ein anderes Konzept
Ein Kohleofen (Dauerbrandofen mit Kohlezulassung) ist dagegen für die speziellen Anforderungen der Kohleverbrennung gebaut:
Beim Preis lohnt sich der Vergleich zwischen Hartholz- und Nadelholzbriketts.
- Hitzeresistentere Brennkammer mit stärkerer Auskleidung
- Rost-Feuerung mit Primärluft von unten (Kohle braucht Luft von unten)
- Dickere Wandungen für höhere Temperaturen
- Abgasanlage für höhere Temperaturen und aggressive Rauchgase ausgelegt
Du hast einen älteren Ofen und bist unsicher, ob es ein Kamin- oder Kohleofen ist? Schau auf das Typenschild (meist an der Rückseite oder Innenseite der Tür). Dort steht die Modellbezeichnung und die zugelassenen Brennstoffe. Im Zweifel hilft der Schornsteinfeger, er hat Zugang zu den Zulassungsdaten.
Dauerbrandofen: Ein Sonderfall
Der Begriff Dauerbrandofen sorgt häufig für Verwirrung. „Dauerbrand" bedeutet nicht, dass der Ofen dauerhaft brennt, sondern dass er eine bestimmte Mindestabbranddauer pro Füllung garantiert (mindestens 4 Stunden bei Kohle, 1,5 Stunden bei Holz gemäß DIN EN 13240). Es gibt Dauerbrandöfen, die sowohl für Holz als auch für Kohlebriketts zugelassen sind, aber auch solche, die nur für Holz gelten. Entscheidend ist immer das Typenschild.
Seit der Verschärfung der BImSchV 2015 und 2025 werden immer weniger Öfen mit Kohlezulassung verkauft. Der Trend geht klar Richtung Holz, sauberer, nachhaltiger und mit besserer Abgasqualität. Die Zukunft des Heizens im Kaminofen gehört dem Holz, nicht der Kohle.
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5. Die bessere Alternative: Holzbriketts im Kaminofen
Wer die Vorzüge von Briketts schätzt, kompakte Form, einfache Handhabung, lange Brenndauer, aber einen Kaminofen besitzt, der findet in Holzbriketts die perfekte Lösung. Holzbriketts vereinen das Beste aus beiden Welten: die Bequemlichkeit eines Briketts mit der sauberen, zugelassenen Verbrennung von Holz.
Was sind Holzbriketts?
Holzbriketts bestehen aus getrocknetem und unter hohem Druck gepresstem Holz, meist Sägemehl oder Hobelspäne. Durch die Verdichtung (bis zu 1.200 kg/m³) entsteht ein Brennstoff mit einem Heizwert von 4,5 bis 5,0 kWh/kg. Das ist vergleichbar mit Kohlebriketts, aber ohne die Schadstoffe.
Holzbriketts sind nach DIN EN ISO 17225-3 genormt und in praktisch jedem Kaminofen zugelassen. Du brauchst kein besonderes Typenschild, keine Sondergenehmigung, Holzbriketts sind ein ganz normaler Holzbrennstoff, nur in kompakterer Form als Scheitholz.
Vorteile von Holzbriketts gegenüber Scheitholz
- Höherer Heizwert, Durch die Verdichtung haben Holzbriketts pro Kilogramm einen höheren Heizwert als normales Scheitholz.
- Gleichmäßige Qualität, Jedes Brikett hat die gleiche Restfeuchte (unter 10 %), Dichte und Größe. Kein Sortieren, kein Messen.
- Platzsparende Lagerung, Holzbriketts lassen sich dank ihrer gleichmäßigen Form sauber und kompakt stapeln. Du brauchst deutlich weniger Lagerfläche als für Scheitholz.
- Kaum Dreck, Keine Rinde, kein Abrieb, keine Sägemehl-Spur vom Schuppen bis zum Ofen.
- Sofort einsatzbereit, Holzbriketts sind bereits getrocknet und müssen nicht monatelang lagern wie frisches Brennholz.
- Weniger Asche, Unter 1 % Aschegehalt, deutlich weniger als Scheitholz und um ein Vielfaches weniger als Kohlebriketts.
Holzbriketts sind pro Kilogramm oft günstiger als Scheitholz, vor allem wenn du die Palette bestellst. Ein 10-kg-Paket zum Testen kostet nur wenige Euro, und du sparst dir das Spalten, Trocknen und Lagern komplett. Ideal für alle, die keinen Platz für einen großen Holzstapel haben.
Nachhaltigkeit: Holz schlägt Kohle
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Holzbriketts sind CO2-neutral. Das Holz hat während seines Wachstums genau die Menge CO2 gebunden, die beim Verbrennen wieder freigesetzt wird. Kohlebriketts dagegen setzen fossiles CO2 frei, das seit Millionen von Jahren im Boden gebunden war, und heizen damit den Klimawandel an.
Holzbriketts werden aus Resten der holzverarbeitenden Industrie hergestellt, Sägemehl, Hobelspäne, Rindenmaterial. Es werden keine Bäume extra dafür gefällt. Das macht Holzbriketts zu einem der nachhaltigsten Brennstoffe überhaupt.
Ein Kilogramm Holzbriketts ersetzt etwa 1,5 Kilogramm Scheitholz oder ca. 3 bis 4 Liter Heizöl in der Heizleistung. Gleichzeitig sparst du bis zu 50 % Lagerplatz gegenüber vergleichbarem Scheitholz, weil Briketts dichter und gleichmäßiger geformt sind.
6. Holzbriketts vs. Kohlebriketts, Der große Vergleich
Um die Unterschiede auf einen Blick zu sehen, hier der direkte Vergleich zwischen Holzbriketts und Kohlebriketts:
| Eigenschaft | Holzbriketts | Kohlebriketts |
|---|---|---|
| Heizwert | 4,5 bis 5,0 kWh/kg | 5,0 bis 5,5 kWh/kg |
| Zugelassen im Kaminofen | Ja, in jedem Kaminofen | Nein (nur in Kohleöfen) |
| Aschegehalt | Unter 1 % | 3 bis 8 % |
| Schwefeldioxid (SO2) | Minimal | Hoch |
| Feinstaub | Gering | Hoch |
| CO2-Bilanz | CO2-neutral (nachwachsend) | Fossiles CO2 (klimaschädlich) |
| Geruch | Angenehm (Holz) | Unangenehm (Schwefel) |
| Lagerung | Trocken, sauber, kein Geruch | Staubt, färbt ab, riecht |
| Rohstoff | Nachwachsend (Holzreste) | Fossil (Braunkohle) |
| Asche verwertbar? | Ja (als Dünger in kleinen Mengen) | Nein (Schwermetalle, Restmüll) |
Das Ergebnis ist eindeutig: Holzbriketts sind in fast jeder Kategorie die bessere Wahl, insbesondere für Kaminofen-Besitzer. Der leicht höhere Heizwert der Kohlebriketts wird durch die massiven Nachteile bei Schadstoffen, Zulassung und Nachhaltigkeit mehr als aufgewogen.
Wenn du besonders lange Brenndauer willst, greife zu Hartholzbriketts (z. B. aus Buche oder Eiche). Diese haben die höchste Dichte und brennen am längsten, bis zu 3 bis 4 Stunden pro Brikett. Ideal für die Nacht oder wenn du den Ofen nicht ständig nachlegen willst.
7. Welche Holzbriketts gibt es? Hartholz, Nadelholz und Rinde
Holzbrikett ist nicht gleich Holzbrikett. Je nach Holzart und Form unterscheiden sich die Briketts in ihrem Brennverhalten. Hier ein Überblick über die wichtigsten Typen:
Hartholzbriketts, Der Klassiker für lange Wärme
Hartholzbriketts werden aus Laubholz hergestellt, typischerweise Buche, Eiche oder Mischholz. Sie haben die höchste Dichte aller Holzbriketts und damit die längste Brenndauer. Hartholzbriketts eignen sich hervorragend als Hauptbrennstoff, wenn du über Stunden gleichmäßige Wärme willst. Sie bilden eine kraftvolle Glut und verbrennen langsam und kontrolliert.
Bei infire findest du verschiedene Hartholzbriketts für jeden Bedarf:
- hardcubes premium, Unser Bestseller. Reine Buche, extrem hoher Heizwert, minimale Asche.
- oakcubes, Hartholzbriketts aus Eiche für besonders lange Glutdauer.
- rounders premium, Runde Briketts, ideal für Öfen mit rundem Brennraum.
- Pini Kay, Die achteckigen Briketts mit Loch in der Mitte für schnelles Anbrennen.
Nadelholzbriketts, Schnelle Hitze zum Anfeuern
Nadelholzbriketts bestehen aus Fichte, Kiefer oder anderem Nadelholz. Sie brennen schneller an als Hartholzbriketts und erzeugen in kurzer Zeit viel Wärme. Das macht sie ideal zum Anfeuern oder wenn du schnell Wärme brauchst. Die Brenndauer ist kürzer als bei Hartholz, dafür ist die Flamme lebhafter.
Unsere rounders Nadelholzbriketts sind die perfekte Ergänzung zu Hartholzbriketts: Zum Anfeuern ein Nadelholzbrikett, dann Hartholz nachlegen für langanhaltende Wärme.
Die perfekte Kombination für den ganzen Tag: Morgens mit Nadelholzbriketts schnell anfeuern, tagsüber Hartholzbriketts für gleichmäßige Wärme nachlegen. So nutzt du die Stärken jeder Brikettart optimal.
Holzbriketts statt Kohle
Finde das richtige Brikett für deinen Ofen
Hartholz für Dauerbrand, Nadelholz zum Anfeuern. Alle aus reinem Holz, alle für deinen Kaminofen zugelassen.
8. So heizt du richtig mit Holzbriketts, Tipps für maximale Wärme
Holzbriketts sind denkbar einfach in der Anwendung, doch mit ein paar Kniffen holst du noch mehr Wärme heraus und schützt gleichzeitig deinen Ofen und den Schornstein.
Richtig anfeuern: Die Top-Down-Methode
Die effizienteste Art, deinen Kaminofen mit Holzbriketts anzufeuern, ist die Top-Down-Methode:
- 2 bis 3 Hartholzbriketts als Basis in den Ofen legen.
- Darauf dünne Scheite Anzündholz quer auflegen.
- 2 bis 3 infire Starters Holzwolle-Anzünder obendrauf setzen.
- Von oben anzünden. Luftzufuhr voll öffnen.
- Nach 10 bis 15 Minuten Luftzufuhr auf Betriebsstellung reduzieren.
- Nachlegen, wenn nur noch Glut vorhanden ist, nicht zu früh!
Bei der Top-Down-Methode durchlaufen die aufsteigenden Rauchgase die heiße Flammenzone und verbrennen dort. Das Ergebnis: Bis zu 50 % weniger Feinstaub, ein klarer Schornstein von der ersten Minute und ein deutlich sichtbar saubereres Flammenbild.
Die richtige Menge: Nicht überladen
Ein häufiger Fehler: Zu viele Briketts auf einmal nachlegen. Holzbriketts haben eine hohe Energiedichte. Zwei bis drei Briketts reichen für die meisten Kaminöfen völlig aus. Zu viele Briketts überhitzen den Ofen und können die Scheibe verrußen oder die Schamottsteine beschädigen.
Halte dich an die maximale Füllmenge laut Bedienungsanleitung deines Ofens. Bei den meisten Modellen sind das 2 bis 3 kg pro Auflage, also etwa 2 bis 3 Briketts.
Holzbriketts quellen beim Verbrennen auf, sie werden größer als im trockenen Zustand. Lass deshalb immer genügend Platz in der Brennkammer. Wenn Briketts gegen die Scheibe drücken oder die Ofentür blockieren, hast du zu viel eingelegt.
Lagerung von Holzbriketts
Holzbriketts müssen trocken gelagert werden, das ist die einzige Regel. Feuchtigkeit lässt die Briketts aufquellen und macht sie unbrauchbar. Ein trockener Keller, eine Garage oder ein überdachter Bereich im Freien reichen völlig aus. Anders als frisches Brennholz brauchen Briketts keine monatelange Trocknungszeit, sie sind ab Werk fertig und sofort einsatzbereit.
Lagere deine Holzbriketts in der Originalverpackung, bis du sie brauchst. Die Folie schützt zuverlässig vor Feuchtigkeit. Öffne immer nur so viele Pakete, wie du in den nächsten Tagen verfeuerst. So bleiben die Briketts in perfektem Zustand, auch über die gesamte Heizsaison.
9. Häufige Fehler beim Heizen mit Briketts, und wie du sie vermeidest
Auch beim Heizen mit Holzbriketts kann man Fehler machen. Hier die häufigsten Stolperfallen, und was du stattdessen tun solltest:
Fehler 1: Kohlebriketts mit Holzbriketts verwechseln
Der häufigste und folgenschwerste Fehler. Manche Kunden kaufen im Baumarkt „Briketts", ohne auf die genaue Bezeichnung zu achten. Kohlebriketts und Holzbriketts stehen oft im selben Regal, sind aber völlig verschiedene Produkte. Achte immer auf die Aufschrift: „Holzbriketts", „Braunkohlenbriketts" oder „Kohlebriketts", der Unterschied ist entscheidend.
Fehler 2: Ofen überladen
Holzbriketts haben eine deutlich höhere Energiedichte als Scheitholz. Wer seinen Ofen wie gewohnt mit Holz füllt und stattdessen die gleiche Menge Briketts verwendet, überhitzt den Ofen. Faustregel: 2 bis 3 Briketts pro Auflagemenge, nicht mehr.
Fehler 3: Feucht gelagerte Briketts verwenden
Holzbriketts sind extrem empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Schon wenig Wasser lässt sie aufquellen und zerfallen. Solche Briketts brennen schlecht, qualmen stark und haben einen deutlich reduzierten Heizwert. Immer trocken lagern!
Fehler 4: Zu wenig Luft beim Anfeuern
Holzbriketts brauchen in der Anbrennphase viel Luft. Öffne die Luftzufuhr beim Anfeuern komplett. Erst wenn das Feuer stabil brennt (nach ca. 15 Minuten), reduzierst du auf Betriebsstellung. Zu wenig Luft beim Anmachen führt zu starkem Qualm und Rußbildung an der Scheibe.
Fehler 5: Nachlegen auf zu viel Glut
Legst du frische Briketts auf eine zu große Glutschicht, kann es zur Vergasung kommen, die Briketts gasen schlagartig aus, bevor sie richtig brennen. Das Ergebnis: Rauch und möglicherweise ein Stichflammeneffekt. Warte, bis die Glut auf eine dünne Schicht heruntergebrannt ist, dann nachlegen.
Wenn du zum ersten Mal mit Holzbriketts heizt, starte mit nur 1 bis 2 Briketts und beobachte das Brennverhalten. Jeder Ofen ist anders. So bekommst du ein Gefühl für die richtige Menge und den idealen Zeitpunkt zum Nachlegen, ohne Risiko.
Häufig gestellte Fragen zu Kohlebriketts und Holzbriketts
Darf man Kohlebriketts im Kaminofen verbrennen?
In den allermeisten Fällen nein. Moderne Kaminöfen sind ausschließlich für Holzbrennstoffe zugelassen. Kohlebriketts dürfen nur in Öfen verwendet werden, die auf dem Typenschild ausdrücklich Braunkohlebriketts als zugelassenen Brennstoff ausweisen. Wer trotzdem Kohle in einem reinen Holzofen verbrennt, riskiert Bußgelder, Ofenschäden und den Verlust des Versicherungsschutzes.
Was ist der Unterschied zwischen Kohlebriketts und Holzbriketts?
Kohlebriketts bestehen aus fossiler Braunkohle, Holzbriketts aus gepresstem Holz (Sägemehl, Hobelspäne). Trotz des ähnlichen Namens sind es völlig verschiedene Brennstoffe. Holzbriketts sind in jedem Kaminofen zugelassen, verbrennen sauberer, erzeugen weniger Asche und sind CO2-neutral. Kohlebriketts erzeugen mehr Schadstoffe und sind nur in speziellen Kohleöfen erlaubt.
Sind Holzbriketts eine gute Alternative zu Kohlebriketts?
Ja, absolut. Holzbriketts bieten einen ähnlich hohen Heizwert (4,5 bis 5,0 kWh/kg vs. 5,0 bis 5,5 kWh/kg bei Kohle), sind aber in jedem Kaminofen zugelassen, produzieren deutlich weniger Schadstoffe und weniger Asche. Außerdem sind sie CO2-neutral und leicht zu lagern. Für Kaminofen-Besitzer sind Holzbriketts die klar bessere Wahl.
Welche Holzbriketts sind am besten für den Kaminofen?
Das hängt vom Einsatzzweck ab. Hartholzbriketts (z. B. hardcubes oder oakcubes) eignen sich am besten für langanhaltende Wärme und Dauerbrand. Nadelholzbriketts sind ideal zum schnellen Anfeuern. Für den täglichen Gebrauch empfehlen wir eine Kombination aus Nadelholzbriketts zum Anmachen und Hartholzbriketts zum Heizen.
Wie viele Holzbriketts legt man in den Kaminofen?
Als Faustregel: 2 bis 3 Briketts pro Auflage. Holzbriketts haben eine deutlich höhere Energiedichte als Scheitholz, deshalb reichen weniger Stücke. Außerdem quellen Briketts beim Verbrennen auf und brauchen Platz. Beachte immer die maximale Füllmenge laut Bedienungsanleitung deines Ofens.
Kann man Holzbriketts und Scheitholz zusammen verbrennen?
Ja, das funktioniert hervorragend. Viele Ofenbesitzer kombinieren Scheitholz und Holzbriketts. Eine bewährte Methode: Zum Anfeuern Scheitholz oder Nadelholzbriketts verwenden und dann Hartholzbriketts nachlegen für langanhaltende Wärme. Oder umgekehrt, ein Brikett zwischen die Scheite legen verlängert die Glutphase deutlich.
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